Tipps & Infos

Basel II

Der Ausschuss für Bankenaufsicht in Basel hat in den letzten Jahren international gültige Regeln zu den Eigenkapitalvorschriften erlassen. Neben Basel I und Basel II gelten auch die neuen Vorschriften für Basel III.

Unter dem Titel Basel II und auch Basel III ist eine Regelung der Eigenmittelbestimmungen für Kreditinstitute zu verstehen. Demnach wird die Mindesthöhe der Eigenmittelausstattung von Kreditinstituten mehr von der Bonität der Kreditnehmer abhängig gemacht. Das bedeutet, dass bei Krediten für Kunden mit schlechter Bonität sich die Bank mit einem größeren “Risikopolster” in Form von Eigenkapital absichern muss, als dies bei Kunden mit guter Bonität notwendig wäre. Eine höhere Unterlegung mit Eigenkapital bedeutet aber höhere Kosten für die Bank, die sie in Form höherer Kreditzinsen weiterverrechnet.

Basel III

Basel III überholt auf Basis der Erfahrungen der Banken- und Finanzkrise das bestehende Regelwerk und soll so einen besseren Schutz vor weiteren Krisen bieten.

Es wurden dabei vor allem die Maßstäbe für das Mindest-Eigenkapital der Banken verschärft, d. h. die Banken müssen in Zukunft mehr Eigenkapital halten, um etwaige Verluste besser ausgleichen zu können. Die Art, wie diese Eigenkapitalbestände errechnet werden, wird strenger ausgelegt.

Wichtige Faktoren für ein positives Rating

Wesentlich ist, dass der Jahresabschluss möglichst frühzeitig zur Verfügung steht. In der Praxis kann wohl davon ausgegangen werden, dass die Vorlage innerhalb von sechs bis neun Monaten nach dem Stichtag die Erwartungen der Bank gerade noch erfüllen wird. Längere Zeiträume werden vermutlich mehr oder weniger skeptisch wahrgenommen und besonders hinterfragt werden. Eine schnelle Vorlage könnte in einigen Fällen durchaus zu einer Verbesserung der Einschätzung der Managementqualität führen.

VORLAGE EINER AKTUELLEN SALDENLISTE

Ergänzend zur Vorlage des letzten Jahresabschlusses könnte diese samt einem aussagekräftigen Vorjahresvergleich für den entsprechenden Zeitraum einen zeitnahen Beleg für die weitere unternehmerische Entwicklung darstellen.

BILANZKENNZAHLEN

Notwendig sind positive Kennzahlen zu Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Eine ganz wichtige Rolle spielen hier die Eigenkapitalquote, die Fremdkapitalstruktur, der Cashflow, die Schuldentilgungsdauer und die Umsatzrentabilität.

ERSTELLUNG EINES GESCHÄFTSPLANES MIT PLAN-BILANZ, PLAN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG SOWIE EINES FINANZPLANES

Diese sind auch regelmäßig durch Soll-Ist Vergleiche, ob die Planzahlen in der Realität auch eintreffen, zu überprüfen.

BISHERIGE KREDITABWICKLUNG DURCH DEN UNTERNEHMER

Das heißt, es wurden die eingegangenen Verpflichtungen fristgerecht durch den Kreditnehmer erfüllt.


Stand: 11. Jänner 2016

Begünstigter Empfängerkreis

Grundsätzlich gelten Spenden als freiwillige Zuwendungen. Im Hinblick auf diese Tatsache wären sie nicht als Sonder- oder als Betriebsausgabe abzugsfähig. Das Gesetz erlaubt aber ausdrücklich die Abzugsfähigkeit von Zahlungen an bestimmte Einrichtungen.

Begünstigt sind Spenden an bestimmte Organisationen, die:

  • Forschungsaufgaben durchführen oder
  • auf wissenschaftlicher oder künstlerischer Basis Lehraufgaben für Erwachsene übernehmen (z. B. Universitäten) oder
  • ausdrücklich im Gesetz genannt sind, wie die Österreichische Nationalbibliothek, bestimmte Museen, das Bundesdenkmalamt oder die internationale Anti-Korruptions-Akademie.
    Begünstigt sind auch Spenden an vergleichbare Einrichtungen, die ihren Sitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem Staat haben, mit dem eine umfassende Amtshilfe besteht und der Förderung, Erhaltung, Vermittlung und Dokumentation von Kunst und Kultur in Österreich dienen. Es muss ein Österreichbezug gegeben sein, wie z. B. das ausländische Museum Gegenstände an ein österreichisches Museum verleiht, oder
  • sich einsetzen bzw. Spenden sammeln für:
    • mildtätige Zwecke
    • Entwicklungs- und Katastrophenhilfe
    • den Schutz der Umwelt, Natur- oder Artenvielfalt
    • bestimmte Tierheime

    Hier gilt: Die Organisation muss in die Liste des Bundesministerium für Finanzen eingetragen sein, sonst ist die Spende nicht abzugsfähig: Liste der begünstigten Spendenempfänger oder

    • Aufgaben der Feuerpolizei, der örtlichen Gefahrenpolizei und des Katastro­phen­schutzes erfüllen – solche Organisationen sind: Freiwillige Feuerwehren und Landes­feuer­wehrverbände.

Eine Bestätigung (z. B. auf einem Fol­der oder auf dem Erlagschein), dass „Ihre Spende steuerlich absetzbar“ ist, ersetzt die Ver­öffent­li­chung auf der je­wei­li­gen Liste nicht. Nicht abzugsfähig sind echte Mitgliedsbeiträge. Beiträge, die über den Mitgliedsbeitrag hinaus freiwillig entrichtet werden, jedoch schon.

 

Abzug als Sonder- und/oder Betriebsausgabe

BETRIEBSAUSGABEN

Spenden sind insoweit als Betriebsausgabe abzugsfähig, als sie 10 % des Gewinns des aktuellen Wirtschaftsjahres nicht übersteigen. Maßgeblich ist der Gewinn vor Berücksichtigung eines Gewinnfreibetrages.

SONDERAUSGABEN

Alle freiwilligen Zuwendungen (unabhängig davon, an welche Organisation sie geleistet werden) werden addiert. Übersteigen sie 10 % des Gewinns, können sie bis höchstens 10 % des Gesamtbetrags der Einkünfte als Sonderausgabe abgesetzt werden.

Als Sonderausgaben abzusetzende Spenden müssen in die Erklärung zur Veranlagung aufgenommen werden. Auf Verlangen des Finanzamtes müssen die Spenden nachgewiesen werden.

Die Empfängerorganisation muss auf Verlangen eine Bestätigung ausstellen. Der erforderliche Beleg hat auch das Datum zu enthalten. Nicht unbedingt erforderlich ist die Anschrift des Spenders. Für diesbezügliche Belege (Einzahlungsnachweise) gilt die allgemeine 7-jährige Aufbewahrungsfrist.

Neu ab 1.1.2017: Spenden sind nur mehr als Sonder- oder Betriebsausgaben abzusetzen, wenn dem Empfänger der Vor- und Zuname und das Geburtsdatum des Spenders bekannt gegeben werden. Der Spendenempfänger ist verpflichtet, die Daten über Finanz Online an die Abgabenbehörden zu übermitteln. Kommt der übermittlungspflichtige Empfänger dieser Verpflichtung nicht gänzlich nach, wird er vom Finanzamt dazu aufgefordert. Ermittelt er die Daten trotzdem nicht, wird der Bescheid für die Anerkennung als spendenbegünstigte Körperschaft widerrufen und die Spendenorganisation von der Liste gestrichen.


Stand: 11. Jänner 2016

Betriebsausgaben

ABFINDUNGSZAHLUNGEN

Übersteigen Abfindungszahlungen an einen lästigen Gesellschafter den Wert seiner Anteile, so ist der den Wert der Anteile übersteigende Betrag als Betriebsausgabe abzugsfähig.

Als “lästig” kann ein Gesellschafter bezeichnet werden, wenn er durch sein Verhalten den Betrieb wesentlich schädigt und es im betrieblichen Interesse liegt, ihn zu entfernen. Persönliche Motive für sein Entfernen dürfen nicht maßgeblich sein. Abgestellt wird vielmehr darauf, ob ein objektiver Dritter das Verhalten des Gesellschafters als “lästig” empfinden würde.

ABSETZUNG FÜR ABNUTZUNG

Aufwendungen für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, können grundsätzlich nicht zur Gänze im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe abgesetzt werden. Vielmehr werden die Anschaffungskosten des Wirtschaftsgutes über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt als Aufwand berücksichtigt.

Eine Ausnahme davon ist für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu € 400,00 vorgesehen. Sie können sich zur Gänze im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe gewinnmindernd auswirken.

AKTENKOFFER

Bei ausschließlicher oder weitaus überwiegender betrieblicher Nutzung sind Aufwendungen in Zusammenhang mit der Anschaffung eines Aktenkoffers, einer Aktentasche oder Aktenmappe als Betriebsausgabe abzugsfähig.

ANLAUFKOSTEN

Ingangsetzungskosten sind steuerlich sofort abzusetzen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und die Beschaffung des Eigenkapitals sind ebenfalls sofort abzugsfähig. Demgegenüber sind Geldbeschaffungskosten, die unmittelbar mit dem Eingehen von Verbindlichkeiten zusammenhängen, grundsätzlich auf die Laufzeit der Verbindlichkeit zu verteilen.

ANTIQUITÄTEN

Antiquitäten sind nach Auffassung der Finanzverwaltung Gegenstände, die älter als 150 Jahre sind, bzw. denen ein besonderer Wert auf Grund der Herkunft aus einer besonderen Stilepoche zukommt.

Bei Anschaffungskosten bis zu € 7.300,00 erfolgt grundsätzlich keine Angemessenheitsprüfung der Höhe nach. Bei teureren Antiquitäten wird mitunter ein Kostenvergleich mit zweckentsprechenden Gegenständen angestellt und der unangemessene Teil steuerlich nicht als Betriebsausgabe anerkannt.

ANWALTSKOSTEN

siehe Prozesskosten

ARBEITSKLEIDUNG

Nur typische Berufs- oder Arbeitsschutzkleidung sowie Bekleidungsstücke mit Uniformcharakter können als Betriebsausgabe abgezogen werden.

ARBEITSZIMMER

Aufwendungen für ein im Wohnungsverband gelegenes Arbeitszimmer und dessen Einrichtung zählen grundsätzlich zu den nichtabzugsfähigen Aufwendungen. Sofern ein im Wohnungsverband gelegenes Arbeitszimmer jedoch den Mittelpunkt einer betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit des Steuerpflichtigen bildet, können die mit dem Arbeitszimmer und seiner Einrichtung in Zusammenhang stehenden Ausgaben abzugsfähig sein.

ARMBANDUHR

Die Kosten einer Armbanduhr sind keine Betriebsausgabe, da es sich um einen Gegenstand handelt, welcher der privaten Lebensführung zuzurechnen ist.

AUSBILDUNGSKOSTEN

Es ist zwischen Ausbildungskosten (Aufwendungen zum Erlernen eines Berufes), Fortbildungskosten (Weiterbildung im erlernten Beruf) und Umschulungsmaßnahmen (Einstieg in eine neue berufliche Tätigkeit) zu unterscheiden.

Die Abzugsfähigkeit von Ausbildungskosten ist nur dann gegeben, wenn ein Zusammenhang zur konkret ausgeübten oder damit verwandten Tätigkeit (z. B. Friseurin und Kosmetikerin, Dachdecker und Spengler) vorliegt.

Fortbildungskosten sind unbeschränkt abzugsfähig.

Umschulungsmaßnahmen sind dann abzugsfähig, wenn sie:

  • derart umfassend sind, dass sie einen Einstieg in eine neue berufliche Tätigkeit ermöglichen, die mit der bisherigen Tätigkeit nicht verwandt ist und
  • auf eine tatsächliche Ausübung eines anderen Berufes abzielen.

Die Abzugsfähigkeit ist insbesondere für Aufwendungen im Zusammenhang mit Umschulungsmaßnahmen, die aus öffentlichen Mitteln (AMS) oder von Arbeitsstiftungen gefördert werden, gegeben.

AUSSTELLUNGEN

Aufwendungen für die betrieblich veranlasste Teilnahme sowie der Besuch von Fachmessen, Ausstellungen u. ä. können als Betriebsausgabe Berücksichtigung finden.

AUTOBAHNVIGNETTE

Werden die Kosten für ein Kfz durch das Kilometergeld berücksichtigt, so kann die Autobahnvignette nicht mehr gesondert abgegolten werden. Ansonsten handelt es sich um einen abzugsfähigen Aufwand.

AUTORADIO

Eine betriebliche Veranlassung und somit die Abzugsfähigkeit der Kosten für ein Autoradio ist nur gegeben, wenn das Autoradio im Firmenfahrzeug eingebaut wird, das ausschließlich oder überwiegend von Dienstnehmern benützt wird.

BALLBESUCH

Für Aufwendungen in Zusammenhang mit Ballveranstaltungen und Ballbesuchen, z. B. Ballkleidung, Zuwendungen an das Komitee, Bewirtungskosten, besteht grundsätzlich ein Abzugsverbot.

BEITRÄGE AN BERUFS- UND WIRTSCHAFTSVERBÄNDE

Mitgliedsbeiträge sind generell abzugsfähig, wenn sie in unmittelbarem Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit stehen. Zu solchen abzugsfähigen Mitgliedsbeiträgen zählen insbesondere Beiträge an Berufs- und Wirtschaftsverbände und sonstigen Vereinigungen, die der beruflichen Fortbildung dienen.

Beiträge für eine freiwillige Mitgliedschaft bei Berufs- und Wirtschaftsverbänden sind nur insoweit abzugsfähig, als sie in angemessener, statutengemäßer Höhe geleistet werden.

Jedenfalls als Betriebsausgabe abzuziehen sind Pflichtbeiträge an Körperschaften und Verbände, denen der Steuerpflichtige als selbständig Erwerbstätiger angehören muss.

BERUFSKLEIDUNG

Selbst, wenn Kleidung nahezu ausschließlich für die Berufsausübung benötigt wird, versagt die Finanzverwaltung – gestützt auf Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs – dafür den Betriebsausgabenabzug (bzw. Werbungskostenabzug bei außerbetrieblichen Einkunftsarten).

Nur typische Berufs- bzw. Arbeitsschutzkleidung kann als Betriebsausgabe geltend gemacht werden, wie z. B. Schutzhelme, Asbestanzug, Fleischerschürze, Kochmütze.

Unabhängig davon kann jedoch für jegliche Berufskleidung ein Betriebsausgabenabzug vorgenommen werden, wenn es sich um die Anschaffung von Kleidung für Dienstnehmer handelt. Allerdings wird bei diesen dann der geldwerte Vorteil aus dieser Dienstkleidung als Sachbezug besteuert.

BETRIEBSAUSFLUG

Aufwendungen für einen Betriebsausflug des Personals können im Rahmen des freiwilligen Sozialaufwands abgesetzt werden.

BETRIEBSSTEUERN

Betriebssteuern (z. B. Grundsteuer für ein Betriebsgrundstück, Kfz-Steuer für ein Betriebsfahrzeug) stellen Betriebsausgaben dar.

BEWIRTUNGSKOSTEN

Für die Behandlung von Bewirtungskosten kann keine allgemeine Aussage über die Abzugsfähigkeit getroffen werden, vielmehr ist zwischen drei Fällen zu unterscheiden.

Die Bewirtung von Geschäftsfreunden ist als Repräsentationsaufwand anzusehen und fällt grundsätzlich unter das Abzugsverbot.

Enthalten die Bewirtungskosten keine Repräsentationskomponente, so ist hingegen ein gänzlicher Betriebsausgabenabzug möglich (z. B. Verpflegungskosten anlässlich einer Schulung, Kostproben bei “Kundschaftstrinken”).

Schließlich kann es auch zu einer 50%igen Kürzung der Bewirtungskosten, wenn es sich um werbewirksame Bewirtungsaufwendungen mit untergeordneter Repräsentationskomponente handelt (z. B. “Arbeitsessen” im Vorfeld eines konkret angestrebten Geschäftsabschlusses, Bewirtung im Betriebsraum bei Geschäftsbesprechungen, Bewirtung von Geschäftsfreunden in der Kantine bzw. durch den Gastwirt im eigenen Gasthaus).

BLUMENGESCHENKE

Unabhängig davon, aus welchen Gründen der Steuerpflichtige Blumengeschenke macht, können Aufwendungen dafür nicht als Betriebsausgabe abgezogen werden.

BÜRGSCHAFTEN

Sofern die Übernahme einer Bürgschaft betrieblich veranlasst ist, können Aufwendungen dafür grundsätzlich als Betriebsausgabe abgezogen werden.

BEGRÄBNIS

Kosten, die für das Begräbnis des Steuerpflichtigen anfallen, sind keine Betriebsausgaben. Aufwendungen, die für das Begräbnis eines im Dienst verunglückten Arbeitnehmers getragen werden, sind jedoch als Betriebsausgabe abzugsfähig.

COMPUTER

Aufwendungen für die Anschaffung eines Computers inklusive Zubehör sind bei betrieblicher Nutzung Betriebsausgaben. Wird der Computer in den Privaträumlichkeiten des Steuerpflichtigen aufgestellt, kommt es gegebenenfalls zur Berücksichtigung eines auszuscheidenden Privatanteils.

DAMNUM (ABGELD)

Unter Abgeld (Damnum) versteht man den Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag (Rückzahlungsbetrag) und dem Verfügungsbetrag einer Verbindlichkeit. Das Steuerrecht sieht vor, dass das Abgeld zwingend auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt abzuschreiben ist. Ein sofortiger Betriebsausgabenabzug ist daher nicht möglich.

DEPOTGEBÜHREN

Depotgebühren sind Betriebsausgaben, wenn sie für im Betriebsvermögen befindliche Wertpapiere anfallen, deren Erträge nicht der Endbesteuerung unterliegen.

EINTREIBUNGSKOSTEN

Kosten, die für die Einbringung betrieblicher Forderungen entstehen, sind Betriebsausgaben.

ERBAUSEINANDERSETZUNG

Aufwendungen in Zusammenhang mit einer Erbauseinandersetzung sind keine Betriebsausgabe. Sie betreffen die Privatsphäre des Steuerpflichtigen.

ERHALTUNGSAUFWENDUNGEN

Aufwendungen, die für die Erhaltung des Betriebsgebäudes anfallen und nicht unter die auf 15 Jahre zu verteilenden Instandsetzungskosten fallen, sind sofort abzugsfähig.

FACHLITERATUR

Berufsbezogene Fachliteratur kann als Betriebsausgabe abgesetzt werden, wenn sie hinreichend spezifisch auf die betrieblichen Bedürfnisse des Steuerpflichtigen eingeht.

FAHRRAD

Ein Fahrrad kann – gleich einem Kfz – grundsätzlich Betriebsvermögen darstellen.

FAHRTKOSTEN

Aufwendungen für die Fahrten zwischen Wohnsitz und Betriebsstätte sind Betriebsausgaben, sofern der Wohnsitz nicht aus persönlichen Gründen außerhalb der üblichen Entfernung vom Betriebsort liegt. Als außerhalb der üblichen Entfernung ist ein Ort anzusehen, der weiter als 120 km entfernt liegt. Aufwendungen für sonstige Betriebsfahrten sind bei nachgewiesener oder glaubhaft gemachter betrieblicher Veranlassung ebenfalls Betriebsausgaben.
Grundsätzlich keine Betriebsausgaben sind Aufwendungen für untertägige Heimfahrten, wie z. B. zum Mittagessen. Ausgenommen davon sind untertägige Heimfahrten aufgrund beruflich bedingter großer Intervalle zwischen den Arbeitszeiten.

Zweitwohnsitz-Betriebsstätte: Wird dieser Wohnsitz nur zeitweise (z. B. Sommerwohnung) verwendet, sind lediglich die Kosten vom näher gelegenen Hauptwohnsitz abzugsfähig.

FINANZIERUNGSKOSTEN

Ob Finanzierungsaufwand als Betriebsausgabe abzugsfähig ist, hängt davon ab, ob die aufgenommenen Mittel mit der privaten oder betrieblichen Sphäre zusammenhängen. Im ersten Fall ist kein Betriebsausgabenabzug möglich, im zweiten Fall stellt der Finanzierungsaufwand eine Betriebsausgabe dar. Die Beurteilung, ob die aufgenommenen Finanzmittel mit Privat- oder Betriebssphäre in Zusammenhang stehen, erfolgt nicht aus betriebswirtschaftlicher Sichtweise: So stellen Zinsen für aufgenommene Fremdmittel beispielsweise auch dann einen abzugsfähigen Aufwand dar, wenn der Steuerpflichtige in der Lage gewesen wäre, den betrieblich veranlassten Aufwand anstatt der Fremdmittel durch Eigenmittel zu finanzieren.

FORTBILDUNGSKOSTEN

siehe Ausbildungskosten

FORTBILDUNGSREISEN

siehe Studien- und Fortbildungsreisen

FOTOAPPARAT

Für die Abzugsfähigkeit eines Fotoapparats ist die ausschließliche oder ganz überwiegende betriebliche Nutzung Voraussetzung.

GARAGIERUNGSKOSTEN

Aufwendungen für eine Garage am Betriebsort sind abzugsfähige Betriebsausgaben.

GESCHENKE

Ein Betriebsausgabenabzug für Geschenke, deren Gewährung überwiegend Entgeltcharakter hat, ist möglich. Geschenke an Arbeitnehmer sind als freiwilliger Sozialaufwand abzugsfähig.

GEWINN- UND UMSATZBETEILIGUNG

An Arbeitnehmer oder betriebsfremde Personen ausbezahlte Gewinn- und Umsatzbeteiligungen sind abzugsfähig.

GRÜNDUNGSKOSTEN

siehe Anlaufkosten

HALLENBAD

Zählt das Hallenbad zum Betriebsvermögen eines Beherbergungsbetriebes, sind die damit in Zusammenhang stehenden Aufwendungen Betriebsausgaben.

INCENTIVE-REISEN

Reisen, die Geschäftspartnern als Belohnung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit gewährt werden, sind üblicherweise Betriebsausgaben, außer es kann nicht nachgewiesen werden, dass sich die Reise auf Kundenwerbung richtet.

INSTANDSETZUNGSAUFWENDUNGEN

Instandsetzungsaufwendungen stellen grundsätzlich sofort abzugsfähige Betriebsausgaben dar. Zu berücksichtigen ist jedoch die zwingende 10-Jahres-Verteilung, die insbesondere dann zur Anwendung kommt, wenn es sich um ein Gebäude handelt, das für Wohnzwecke entgeltlich überlassen wird.

Neu ab 1.1.2016: Die Verteilung wurde auf 15 Jahre verlängert. Diese Änderung ist auch für bereits laufende Zehntelabsetzungen von Instandsetzungsaufwendungen anzuwenden.

JAGD

Die Aufwendungen für eine Jagd oder Jagdpacht sind dem privaten Lebensbereich zuzuordnen und nicht abzugsfähig. Auch die Argumentation, dass sich Jagdeinladungen positiv auf Geschäftsabschlüsse auswirken, kann nicht zur Anerkennung als Betriebsausgaben führen.

KAMMERBEITRÄGE

Pflichtbeiträge an Körperschaften und Verbände, denen der Steuerpflichtige als selbständig Erwerbstätiger angehören muss, sind in Höhe der vorgeschriebenen Beträge abzugsfähig.

KILOMETERGELD

siehe Personenkraftwagen im Privatvermögen

KINDERBETREUUNG

Aufwendungen für die Kinderbetreuung stellen nichtabzugsfähige Aufwendungen als Betriebsausgaben dar, weil sie in Zusammenhang mit der Privatsphäre des Steuerpflichtigen stehen. Selbst, wenn die Berufstätigkeit eines Steuerpflichtigen erst durch die Kinderbetreuung möglich wird, ist ein Abzug der Kinderbetreuungskosten ausgeschlossen. Kinderbetreuungskosten sind aber als außergewöhnliche Belastung absetzbar.

KIRCHENBEITRAG

Der Kirchenbeitrag steht in Zusammenhang mit der privaten Lebensführung des Steuerpflichtigen. Der Abzug als Betriebsausgabe ist daher ausgeschlossen. Im Rahmen der Sonderausgaben kann der Kirchenbeitrag jedoch bis zu einer Höhe von € 400,00 berücksichtigt werden.

Neu ab 1.1.2017: Der Kirchenbeitrag wird automatisch in der Veranlagung berücksichtigt – durch einen Datenaustauch zwischen der Kirchenbeitragsstelle und der Finanzverwaltung.

KONVENTIONALSTRAFEN

Konventionalstrafen gelten als pauschalierter Schadenersatz und sind als Betriebsausgabe abzugsfähig.

KOSMETIKA

Kosmetika können nur dann als Betriebsausgabe abgesetzt werden, wenn der Friseur- und Kosmetikaufwand in Zusammenhang mit der Anpassung des Äußeren an eine Bühnenrolle steht.

KRAFTFAHRZEUG

siehe Personenkraftwagen

KRANKHEITSKOSTEN

Aufwendungen sind nur dann als Betriebsausgabe abzugsfähig, wenn entweder eine typische Berufskrankheit (z. B. Staublunge) vorliegt oder der Zusammenhang zwischen Erkrankung und Beruf eindeutig feststeht (z. B. Arbeitsunfall im Betrieb).

KRANZSPENDEN

Sofern es sich um Kranzspenden anlässlich verstorbener Klienten oder Arbeitnehmer handelt, können die Aufwendungen dafür abzogen werden.

KULANZLEISTUNGEN

Aufwendungen für Kulanzleistungen sind abzugsfähig, wenn es sich um Garantie- und Versicherungsfälle handelt und die Kulanzleistung aus betrieblichen Gründen gewährt wird. Abzugsfähig sind auch Schadenersatzleistungen, die den guten Ruf des Unternehmens wahren sollen.

LÄSTIGER GESELLSCHAFTER

siehe Abfindungszahlungen

LEBENSVERSICHERUNG

Prämien zu freiwilligen Personenversicherungen sind grundsätzlich – auch bei einer gewissen betrieblichen Mitveranlassung – als Aufwendungen der privaten Lebensführung nicht als Betriebsausgaben absetzbar. Eine Geltendmachung dieser Prämien kann allenfalls im Bereich der Sonderausgaben erfolgen.

LITERATUR

siehe Fachliteratur, siehe Zeitungen

LOHNAUFWAND

Aufwendungen für Löhne und Gehälter, für sonstige geldwerte Vorteile sowie für freiwillige Sozialleistungen sind abzugsfähige Betriebsausgaben. Der Arbeitgeber hat als Voraussetzung für die Abzugsfähigkeit von Betriebsausgaben, die Identität der kurzfristig bei ihm beschäftigten Personen festzuhalten.

MIETE

Mietzahlungen sind Betriebsausgaben, wenn sie in Zusammenhang mit betrieblich genutzten Wirtschaftsgütern stehen.

MITGLIEDSBEITRÄGE

siehe Beiträge an Berufs- und Wirtschaftsverbände

NACHFORDERUNG VON STEUERN

Die Nachforderung von Lohnsteuer, Dienstgeber- und Sozialversicherungsbeiträgen sind als Betriebsausgabe absetzbar, und zwar in jenem Jahr, in dem die Vorschreibung bzw. in dem die Bezahlung erfolgt.

 

NEBENANSPRÜCHE

Nebenansprüche (Abgabenerhöhungen, Verspätungszuschlag, im Verfahren auflaufende Kosten und Zwangs- und Ordnungsstrafen, Kosten der Ersatzvornahme, Nebengebühren wie Stundungszinsen, Aussetzungszinsen, Säumniszuschlag, Kosten des Vollstreckungs- und Sicherungsverfahrens) unterliegen der gleichen Regelung wie die zu Grunde liegende Steuer. Folglich hängt die Abzugsfähigkeit dieser Nebenansprüche von der Eigenschaft der Steuer – Betriebssteuer bzw. Personensteuer – ab.

NORMVERBRAUCHSABGABE (NOVA)

Die NoVA gehört zu den Anschaffungskosten. Im Wege der Abschreibung kommt es zu einer Berücksichtigung der NoVA als Betriebsausgabe.

NOTARKOSTEN

Die Kosten für einen Notar sind abzugsfähige Betriebsausgaben, außer sie stehen in Zusammenhang mit der Anschaffung eines zu aktivierenden Wirtschaftsgutes.

ÖFFENTLICHER VERWALTER

Die Entlohnung des öffentlichen Verwalters eines Unternehmens (z. B. Zwangsverwalter kraft behördlicher Anordnung) ist Ausgabe, auch wenn dieser zusätzlich Gesellschafter des (zwangsverwalteten) Unternehmens ist.

PACHTZINS

Der Pachtzins für betrieblich genutzte land- und forstwirtschaftliche Grundstücke stellt eine Ausgabe dar.

PARTEISPENDEN

Parteispenden sind keine Betriebsausgaben (auch nicht, wenn als “Gegenleistung” eine unternehmerfreundliche Handlung des Empfängers erwartet wird).

PENSIONSKASSENBEITRÄGE

Beiträge an Pensionskassen iSd Pensionskassengesetzes, BGBl. Nr. 281/1990, sind nur dann abzugsfähige Betriebsausgaben, wenn die Vorschriften des Betriebspensionsgesetzes (BPG) und des Pensionskassengesetzes (PKG) eingehalten werden.

PERSONENKRAFTWAGEN IM BETRIEBSVERMÖGEN

Aufwendungen für überwiegend betrieblich genutzte Kfz sind Betriebsausgaben, die sich im Wege der Absetzung für Abnutzung und den laufenden Betriebskosten auswirken. Der Umfang der betrieblichen Nutzung ist grundsätzlich nachzuweisen bzw. glaubhaft zu machen. Bei der Anschaffung von Personenkraftwagen kommt es zu einer Angemessenheitsüberprüfung der Höhe nach. Die Luxustangente beträgt € 40.000,00.

Ab 1.1.2016 wurde der Sachbezug für die Privatnutzung von Firmenfahrzeugen ab einem CO2-Ausstoß von 130 g/km von 1,5 % auf 2 % der Anschaffungskosten erhöht. Somit beträgt der maximale Sachbezug in diesem Fall € 960,00. Bei einem geringeren CO2-Ausstoß ist der Sachbezug 1,5 % bzw. maximal € 720,00 (vor dem 1.1.2016 betrug der maximale Sachbezug unabhängig vom CO2-Ausstoß € 720,00).

Die Grenze von 130 g/km wird jährlich schrittweise gesenkt.

Wird das Fahrzeug nachweislich für maximal 6.000 km Privatfahren pro Jahr benützt, so ist der halbe Sachbezugswert (1 % bzw. 0,75 % der Anschaf­fungs­kos­­ten, maximal € 480,00 bzw. 360,00) anzusetzen. Zum Nachweis der Privatfahrten muss der Dienstnehmer ein lückenloses Fahrtenbuch führen.

Kein Sachbezug ist anzusetzen bei Kraftfahrzeugen mit null Gramm CO2-Emissionswert pro Kilometer (Elektroautos – keine Hybridmodelle).

PERSONENKRAFTWAGEN IM PRIVATVERMÖGEN

Bei betrieblicher Verwendung eines nicht im Betriebsvermögen befindlichen Kraftfahrzeuges sind die Aufwendungen grundsätzlich in tatsächlicher Höhe als Betriebsausgaben zu berücksichtigen.

Bei betrieblichen Fahrten von nicht mehr als 30.000 km im Kalenderjahr kann das amtliche Kilometergeld an Stelle der tatsächlichen Kosten angesetzt werden. Bei betrieblichen Fahrten von mehr als 30.000 km im Kalenderjahr stehen – sofern nicht ohnedies die betriebliche Nutzung überwiegt und das Fahrzeug dem Betriebsvermögen zuzurechnen ist – als Betriebsausgaben nur tatsächlich nachgewiesene Kosten für die gesamten betrieblichen Fahrten zu. Wird das Kilometergeld abgesetzt, sind damit sämtliche Aufwendungen (auch Parkgebühren, Vignette und Mauten) abgegolten. Das amtliche Kilometergeld beträgt € 0,42.

Der Nachweis der Fahrtkosten ist durch ein Fahrtenbuch bzw. durch andere Aufzeichnungen, die eine verlässliche Beurteilung ermöglichen, zu erbringen.

PROVISIONEN

Betrieblich veranlasste Provisionszahlungen stellen Betriebsausgaben dar. Voraussetzung dafür ist, dass der Empfänger der Provisionszahlung benannt wird. Zu beachten ist darüber hinaus die erhöhte Mitwirkungspflicht des Steuerpflichtigen in Zusammenhang mit Auslandssachverhalten.

PROZESSKOSTEN

Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Prozessgegenstand und dem Betrieb, so können die Kosten eines Zivilprozesses als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Die Abzugsfähigkeit ist grundsätzlich unabhängig von der Art der Beendigung des Prozesses.

RADIO

Die Kosten eines Radios können grundsätzlich nicht als Betriebsausgabe geltend gemacht werden, da es sich um Aufwendungen der privaten Lebensführung handelt. Eine ausschließliche betriebliche Nutzung, wie sie etwa bei Gaststätten anzunehmen ist, führt jedoch zur Abzugsfähigkeit.

RECHTSBERATUNGSKOSTEN

Kosten eines Rechtsanwalts sind Betriebsausgaben, soweit ein Zusammenhang mit dem Betriebsgeschehen nachgewiesen wird (z. B. Beratung im Bereich Arbeits-, Versicherungs-, Vertragsrecht, Einbringung betrieblicher Forderungen). Kosten für die Vertragserrichtung und Beratung, die der Anschaffung von Wirtschaftsgütern dienen, sind auf das Wirtschaftsgut zu aktivieren und entsprechend der Nutzungsdauer abzuschreiben.

RÜCKDECKUNGSVERSICHERUNG

Unter Rückdeckungsversicherungen sind Versicherungen zu verstehen, die dazu dienen, dem Unternehmer die Mittel zur Erfüllung seiner Verpflichtung zur Zahlung von Abfertigungen an seine Dienstnehmer zu verschaffen.

Solche Abfertigungsversicherungen sind steuerlich nur bis zu einer auf das Ausmaß der Abfertigungsansprüche abgestimmten Höhe anzuerkennen. Die Versicherungsbeiträge des Unternehmers sind als Betriebsausgabe zu behandeln.

SACHBEZÜGE

Sachbezüge von Arbeitnehmern sind grundsätzlich Betriebsausgaben (Lohnbestandteil).

SCHADENERSATZ

Schadenersatzleistungen, die auf ein Fehlverhalten des Betriebsinhabers zurückzuführen sind, sind dann abzugsfähig, wenn das Fehlverhalten und die sich daraus ergebenden Folgen der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind. Davon kann dann ausgegangen werden, wenn der Betriebsinhaber in Ausübung seiner betrieblichen Tätigkeit aus Versehen oder einem sonstigen ungewollten Verhalten einen Schaden verursacht.

SCHMIERGELDER

Die Abzugsfähigkeit von Schmiergeldern setzt neben der betrieblichen Veranlassung voraus, dass die Gewährung oder Annahme der Schmiergelder nicht gerichtlich strafbar ist.

SCHULDZINSEN

siehe Finanzierungskosten

SPENDEN

Spenden sind als Betriebsausgabe abzugsfähig, wenn sie:

  • an eine Organisation geleistet werden, die ausdrücklich im Gesetz erwähnt werden oder
  • an eine Organisation geleistet werden, die aufgenommen wurde in der Liste der begünstigten Spendenempfänger des Bundesministerium für Finanzen.

Die Spenden dürfen 10 % des Gewinns des aktuellen Wirtschaftsjahres, vor Berücksichtigung des Gewinnfreibetrages, nicht übersteigen.

Neu ab 1.1.2017: Spenden sind nur mehr als Betriebsausgabe abzusetzen, wenn dem Empfänger der Vor- und Zuname und das Geburtsdatum des Spenders bekannt gegeben werden. Der Spendenempfänger ist verpflichtet, die Daten über Finanz Online an die Abgabenbehörden zu übermitteln.

SPONSORZAHLUNGEN

Sponsorzahlungen sind grundsätzlich nicht abzugsfähig. Erfolgt das Sponsoring auf wirtschaftlicher Grundlage, d. h. der Sponsor erhält eine angemessene Gegenleistung durch den Gesponserten in Form von Werbeleistungen, so ist eine Abzugsfähigkeit der Sponsorzahlungen möglich.

SPRACHKURS

Aufwendungen für einen Sprachkurs können als Fortbildungskosten abzugsfähig sein.

STEUERBERATUNGSKOSTEN

Steuerberatungskosten sind bei betrieblicher Veranlassung als Betriebsausgaben abzugsfähig. Ansonsten können Steuerberatungskosten als Sonderausgaben steuerlich berücksichtigt werden.

STEUERN

Personensteuern wie z. B. die Einkommensteuer sind nicht als Betriebsausgabe abzugsfähig.

Im Gegensatz dazu gelten Betriebssteuern wie etwa die Grundsteuer, die für ein zum Betrieb gehöriges Grundstück bezahlt wird, oder die Kfz-Steuer für den Firmen-Pkw, als Betriebsausgaben.

STRAFEN

Strafen sind grundsätzlich Kosten der privaten Lebensführung.

STRAFVERTEIDIGUNG

siehe Prozesskosten

STUDIEN- UND FORTBILDUNGSREISEN

Nur abzugsfähig, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

Planung und Durchführung erfolgten im Rahmen einer lehrgangsmäßigen Organisation oder in einer Weise, die weitaus überwiegend betriebliche (berufliche) Bedingtheit erkennen lassen.

Die Reise muss die Möglichkeit bieten, Kenntnisse zu erwerben, die eine einigermaßen konkrete Verwertung im Unternehmen zulassen; das Reiseprogramm und die Durchführung müssen nahezu ausschließlich auf interessierte Teilnehmer im Tätigkeitsbereich des Unternehmers abstellen; allgemein interessierende Programmpunkte dürfen nicht mehr Zeit in Anspruch nehmen, als während einer regelmäßigen betrieblichen Betätigung als Freizeit verwendet wird.

Bei gemischt veranlassten Reisen muss sich die Reise eindeutig in einen beruflichen (betrieblichen) Abschnitt und in einen privaten Abschnitt aufteilen lassen. Dann sind anteilig alle Aufwendungen sowohl für die Verpflegung als auch für die Unterkunft abzugsfähig.

Die Nachweispflicht, dass die Reise beruflich (betrieblich) mit veranlasst wurde, liegt allerdings beim Steuerpflichtigen.

Werden täglich berufliche (betriebliche) und private Termine gemischt, kann die Reise nicht eindeutig in einen privaten und beruflichen (betrieblichen) Teil aufgeteilt werden. Dadurch können sowohl Reiseaufwendungen als auch pauschale Tages- und Nächtigungsgelder nicht geltend gemacht werden.

STUNDUNGSZINSEN

siehe Nebenansprüche

TAGESZEITUNG

siehe Zeitungen

TELEFONKOSTEN

Kosten für Festnetz- und Mobilfunktelefonie sind abzugsfähig, sofern es sich um betrieblich veranlasste Telefonate handelt. Für mit betrieblichen Apparaten geführte private Telefongespräche ist gegebenenfalls ein Privatanteil auszuscheiden.

TEPPICHE

Handgeknüpfte Teppiche unterliegen i. d. R. der Angemessenheitsprüfung. Die Anschaffungskosten eines solchen Teppichs dürfen € 730,00 pro Quadratmeter nicht übersteigen.

TRAUERANZEIGEN

Kosten für eine Traueranzeige sind Betriebsausgabe, wenn eine betriebliche Veranlassung gegeben ist.

UMGRÜNDUNGSKOSTEN

Kosten in Zusammenhang mit einer Umgründung sind wie Gründungskosten sofort abzugsfähige Betriebsausgaben.

UMZUGSKOSTEN

Umzugskosten sind bei betrieblicher Veranlassung Betriebsausgaben.

UMSCHULUNGSMASSNAHMEN

siehe Ausbildungskosten

UNTERNEHMERLOHN

Der Unternehmerlohn (Vergütung für den Einzelunternehmer bzw. für Mitunternehmer einer Personengesellschaft) ist keine Betriebsausgabe. Erhält ein Mitunternehmer oder ein Einzelunternehmer für die Mitarbeit im Unternehmen aufgrund eines Dienstvertrages ein gesondertes Entgelt, dann ist dieses Entgelt als Gewinn aufzufassen, der beim Einzelunternehmer bzw. Mitunternehmer im Rahmen einer betrieblichen Einkunftsart steuerlich erfasst wird.

VERLUST PRIVATER WIRTSCHAFTSGÜTER

Untergang oder Beschädigung privater Wirtschaftsgüter anlässlich der betrieblichen Nutzung kann zu Betriebsausgaben führen.

VERSICHERUNGEN

Prämien für Sach- und Schadensversicherungen (z. B. Feuerversicherung, Einbruchsversicherung, Transportversicherung, Haftpflichtversicherung), die sich auf das Betriebsvermögen oder die Betriebsführung beziehen, sind als Betriebsausgaben abzugsfähig.

Beiträge zur gesetzlichen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung sind aufgrund des Zwangscharakters der Versicherung als Betriebsausgabe abzugsfähig.

VERTEIDIGERKOSTEN

siehe Prozesskosten

VERTRAGSSTRAFEN

siehe Konventionalstrafen

VERWALTUNG DES UNTERNEHMENS

siehe Öffentlicher Verwalter

WAFFEN

Aufwendungen in Zusammenhang mit Waffen stellen auch dann keine Betriebsausgaben dar, wenn die Waffe aufgrund der mit dem Betrieb in Zusammenhang stehenden Gefahr angeschafft wurde. Ein Betriebsausgabenabzug ist nur dann zulässig, wenn sich die Anschaffung der Waffe unmittelbar aus der Berufsausübung ergibt, wie dies z. B. bei einem Berufsjäger der Fall sein wird.

WERBUNG

Aufwendungen für betrieblich veranlasste Werbung z. B. Inserate in Printmedien, Fernsehwerbung sind abzugsfähig. Siehe dazu auch das Stichwort “Geschenke”.

WUNSCHKENNZEICHEN

Die Kosten für Wunschkennzeichen können dann als Betriebsausgaben abzugsfähig sein, wenn der Werbezweck der Wunschkennzeichen eindeutig im Vordergrund steht. Dies ist z. B. dann anzunehmen, wenn der gesamte Fuhrpark des Betriebs mit auch für einen Dritten verständlichen Wunschkennzeichen versehen wird.

ZEITUNGEN

Literatur, die für einen nicht abgegrenzten Teil der Allgemeinheit bestimmt ist, unterliegt dem Abzugsverbot als Betriebsausgabe. Unter dieses Abzugsverbot fallen i. d. R. auch die Kosten von Tages- und Wochenzeitungen. Ausnahmen wurden von der Rechtsprechung bisher nur beim Bezug einer Vielzahl von Tageszeitungen bei einem Kabarettisten, einem Journalisten und einem Politiker gemacht.

ZINSEN

siehe Finanzierungskosten


Stand: 11. Jänner 2016

Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Rechnungsmerkmale

Eine Rechnung berechtigt nur dann zum Vorsteuerabzug, wenn sie den Formvorschriften des Umsatzsteuergesetzes entspricht. Um diesen Formvorschriften zu genügen, muss eine Rechnung folgende Merkmale aufweisen:

  • Name und Anschrift des liefernden/leistenden und des empfangenden Unternehmers
  • Menge und Bezeichnung der gelieferten Gegenstände bzw. Art und Umfang der sonstigen Leistung
  • Tag der Lieferung oder der sonstigen Leistung oder den Zeitraum über den sich die sonstige Leistung erstreckt. Bei Lieferungen oder sonstigen Leistungen, die abschnittsweise abgerechnet werden, genügt die Angabe des Abrechnungszeitraumes (wenn dieser einen Kalendermonat nicht übersteigt), wie z. B. bei mehrtägigen Übernachtungen in einem Hotel.
  • das Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung und den anzuwendenden Steuersatz; wird die Rechnung nicht in Euro ausgestellt, ist der Steuerbetrag zusätzlich in Euro anzugeben. Steht der Betrag in Euro im Zeitpunkt der Rechnungsausstellung noch nicht fest, hat der Unternehmer nachvollziehbar anzugeben welche Umrechnungsmethode angewendet wird.
  • den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag
  • falls eine Steuerbefreiung besteht oder die Steuerschuld übergeht: ein Hinweis darauf, dass die Lieferung oder sonstige Leistung steuerbefreit ist bzw. Hinweis auf einen Übergang der Steuerschuld
  • das Ausstellungsdatum
  • eine fortlaufende Nummer zur Identifizierung der Rechnung
  • die UID-Nummer des liefernden/leistenden Unternehmers
  • die UID-Nummer des empfangenden Unternehmers, wenn der Rechnungsbruttobetrag € 10.000,00 übersteigt.
  • ein Hinweis auf die Differenzbesteuerung, wenn sie angewendet wird (z. B. Autohandel oder Antiquitätenhändler)

Achtung: In das Firmenbuch eingetragene Unternehmer haben zusätzlich die Vorschriften nach dem UGB, wie z. B. Rechtsform, Firmenbuchgericht, Sitz, Firmenbuchnummer zu beachten.

Seit 1.1.2016 sind bei Barumsätzen noch weitere Vorschriften zu beachten – aufgrund der neuen Belegerteilungspflicht.

Beispiel:

Download: Rechnungsmuster.pdf

Unternehmer sind generell verpflichtet, Rechnungen über Lieferungen und Leistungen an andere Unternehmer oder Körperschaften auszustellen.

Ein Unternehmer ist bei Erbringung von steuerpflichtigen Werklieferungen oder Werkleistungen im Zusammenhang mit einem Grundstück auch gegenüber Privaten verpflichtet, eine Rechnung auszustellen. Die Rechnungsausstellung muss innerhalb von sechs Monaten nach Ausführung des Umsatzes erfolgen (gilt nicht bei Reverse Charge).

Folgendes ist noch zu beachten:

  • Die Bestimmungen zur Rechnungslegung gelten sowohl für Anzahlungsrechnungen als auch für Teilrechnungen und Gutschriften.
  • Hinsichtlich der fortlaufenden Nummer der Rechnung ist durch den Leistungsempfänger keine Überprüfung vorzunehmen.
  • In die fortlaufende Nummerierung können auch die Kleinbetragsrechnungen einbezogen werden.
  • Unternehmer, die nur Umsätze ausführen, für welche die Steuer nach § 22 Abs. 1 UStG mit 10 % bzw. 12 % (ab 1.1.2016: 13 %) der Bemessungsgrundlage festgesetzt wird (das sind nichtbuchführungspflichtige land- und forstwirtschaftliche Unternehmer), erhalten keine UID-Nummer und können daher in ihren Rechnungen auch die UID-Nummer nicht angeben. Derartige Rechnungen berechtigen trotz Fehlens der UID-Nummer des leistenden Unternehmers zum Vorsteuerabzug, vorausgesetzt, der leistende Unternehmer weist in der Rechnung an einen anderen Unternehmer darauf hin, dass der Umsatz nach § 22 Abs. 1 UStG dem Durchschnittssteuersatz von 12 % (ab 1.1.2016: 13 %) unterliegt.

2. Kleinbetragsrechnungen

Übersteigt der Rechnungsbetrag € 400,00 nicht, handelt es sich um eine Kleinbetragsrechnung.

Hier genügen folgende Angaben:

  • Name und Anschrift des liefernden oder leistenden Unternehmers
  • Menge und Bezeichnung der gelieferten Gegenstände bzw. Art und Umfang der sonstigen Leistung
  • Tag der Lieferung oder Leistung oder Zeitraum, über den sich die Leistung erstreckt
  • Entgelt und Steuerbetrag für die Lieferung oder sonstige Leistung in einer Summe
  • Steuersatz
  • Rechnungsdatum

3. Belegerteilungspflicht

Ab 1.1.2016 müssen Unternehmer für jede empfangene Barzahlung einen Beleg ausstellen. Dieser Beleg kann auch elektronisch übermittelt werden. Zu den Barumsätzen zählen auch Zahlungen mit Bankomatkarte, Kreditkarte oder mit Gutscheinen. Diese Verpflichtung gilt grundsätzlich unabhängig von der Höhe des Jahresumsatzes und vom Betrag der Barzahlung.

Die Angaben, die ein Beleg aufgrund der Belegerteilungspflicht enthalten muss, weichen von den Bestimmungen im Umsatzsteuergesetz ab.

MINDESTANGABEN AM BELEG LAUT BELEGERTEILUNGSPFLICHT

Der Beleg muss mindestens folgende Angaben enthalten:

  1. eindeutige Bezeichnung des liefernden oder leistenden Unternehmers oder desjenigen der statt dem Unternehmen einen Beleg erteilen kann,
  2. fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung des Geschäftsvorfalles einmalig vergeben wird,
  3. den Tag der Belegausstellung
  4. die Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder die Art und den Umfang der sonstigen Leistungen und
  5. den Betrag der Barzahlung, wobei es genügt, dass dieser Betrag auf Grund der Belegangaben rechnerisch ermittelbar ist.

Die Punkte 1 und 4 können auch durch Symbole oder Schlüsselzahlen ausgedrückt werden, wenn ihre eindeutige Bestimmung aus dem Beleg oder anderen Unterlagen ersichtlich ist. Ist der Empfänger der Leistung bzw. Lieferung Unternehmer, können die im 4. Punkt geforderten Angaben auch in anderen Unterlagen enthalten sein, wenn auf diese Unterlagen im Beleg hingewiesen wird.

Der Unternehmer muss eine Durchschrift oder eine sonstige Zweitschrift anfertigen und aufbewahren.

AUSNAHMEN

Von der Belegerteilungspflicht ausgenommen sind z. B.:

  • Unternehmer, die ihre Tätigkeit im Freien ausüben, von Haus zu Haus oder auf öffentlichen Wegen, Straßen usw. jedoch nicht in oder in Verbindung mit fest umschlossenen Räumlichkeiten – bis zu einem Jahresumsatz von € 30.000,00 je Betrieb.
  • unentbehrliche Hilfsbetriebe und unter gewissen Voraussetzungen auch entbehrliche Hilfsbetriebe abgabenrechtlich begünstigter Körperschaften (wie z. B. Sportvereine)
  • Automaten, die vor dem 1.1.2016 in Betrieb genommen wurden, insofern der Einzelumsatz € 20,00 nicht übersteigt.

4. Dauerrechnung

Dauerrechnungen findet man zum Beispiel bei Miet-, Pacht-, oder Wartungsverträgen. Hier wird nicht für jedes Abrechnungsintervall eine neue Rechnung ausgestellt. Eine Dauerrechnung kann zum Beispiel für ein Kalenderjahr gelten. Allerdings muss sie genauso den Vorschriften des Umsatzsteuergesetzes entsprechen, wie jede andere Rechnung.

In der Dauerrechnung sollte zusätzlich hingewiesen werden auf:

  • den Stichtag ab dem die Rechnung gilt
  • den Zeitraum für den die Rechnung gilt

Download: Muster Dauerrechnung

5. Fahrausweise, Reisegepäckverkehr

Fahrausweise, die für die Beförderung im Personenverkehr ausgegeben werden, und Belege im Reisegepäckverkehr müssen mindestens folgende Angaben enthalten:

  • Name und Anschrift des Unternehmers, der die Beförderung ausführt
  • Entgelt und Steuerbetrag in einer Summe
  • Steuersatz (kann im Eisenbahn-Personenverkehr entfallen)
  • Ausstellungsdatum

6. Rechnungen in Zusammenhang mit innergemeinschaftlichen Lieferungen

Innergemeinschaftliche Lieferungen sind von der Umsatzsteuer befreit.

Unternehmer, die eine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung ausführen, sind zur Ausstellung einer Rechnung verpflichtet. Diese Rechnung muss ergänzend folgende Angaben enthalten:

  • einen Hinweis auf die Steuerfreiheit
  • die eigene UID-Nummer
  • die UID-Nummer des Abnehmers

Damit eine Lieferung als steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung anerkannt wird, sind noch weitere Nachweise nötig.

Um diese Nachweise zu ver­ein­heit­lichen, hat die Finanzverwaltung Muster für Empfangsbestätigungen oder Verbringungserklärungen zur Verfügung gestellt. Die Muster befinden sich im Anhang 5 (Verbringungserklärung) und Anhang 6 (Empfangsbestätigung) zu den Um­satz­steuerrichtlinien.

Verbringungsnachweis

a) Beförderungsnachweis

Wird der Gegenstand durch den Unternehmer oder durch den Abnehmer befördert, so werden folgende Nachweise benötigt:

  • Durch- oder Abschrift der Rechnung
  • ein handelsüblicher Beleg, aus dem der Bestimmungsort hervorgeht (z. B. Lie­fer­schein)
  • Empfangsbestätigung des Abnehmers

b) Versendungsnachweis

Wird die Ware versendet, so bestehen die benötigten Nachweise in

  • einer Durch- oder Abschrift der Rechnung und
  • einem Versendungsbeleg (z. B. Frachtbriefe, Postaufgabebescheinigungen).

Ist es dem Unternehmer nicht möglich, den Versendungsnachweis in dieser Form zu er­bringen, kann er den Nachweis wie im Fall einer Beförderung erbringen.

c) Abholbestätigung

Wird die Ware durch einen Beauftragten abgeholt, ist es die Aufgabe des Lieferanten, sich darüber Gewissheit zu verschaffen, dass die mit ihm in Kontakt tretende Person dazu berechtigt ist, die Ware abzuholen. Allein die Kopie eines Reisepasses reicht dazu nicht aus. Es müssen noch eine Reihe anderer Nachweise erbracht werden.

Der Abholer muss eine schriftliche Erklärung, dass er den Gegenstand in das übrige Ge­mein­schafts­ge­biet befördern wird, und eine Spezialvollmacht vorlegen.

Diese Spezialvollmacht muss beinhalten:

  • Erklärung, dass der Abholende dazu berechtigt ist, die Ware abzuholen
  • Identität des Abholenden
  • Funktion des Abholers in Bezug auf die konkrete Lieferung (Leistungsempfänger, unselbständiger Erfüllungsgehilfe oder selbständiger, dritter Unternehmer) muss ein­deu­tig festgestellt werden können

Eine Spezialvollmacht wird nicht mehr benötigt, z. B.

  • wenn Geschäftsbeziehungen über einen längeren Zeitraum bestehen,
  • bei Abholung durch einen Dienstnehmer oder
  • bei Teillieferungen.

In diesen Fällen muss jedoch aus weiteren Unterlagen hervorgehen, dass der Lieferant über die bloße Vorlage von Geschäftspapieren beziehungsweise einer solchen all­ge­mei­nen Vollmacht hinausgehend mit dem Leistungsempfänger in Kontakt getreten ist und mit diesem die jeweiligen Modalitäten der Warenabholung vereinbart hat. Im Zweifel wird der konkrete Einzelfall geprüft.

Buchnachweis

Die Voraussetzungen für die Steuerbefreiung bei innergemeinschaftlichen Lieferungen und die UID-Nummer des Abnehmers müssen buchmäßig nachgewiesen werden. Diese Voraus­setzungen müssen leicht nachprüfbar aus der Buchhaltung ersichtlich sein. Ab 1.1.2016 muss der Buchnachweis nicht mehr in Österreich geführt werden.

Bei der innergemeinschaftlichen Lieferung muss aufgezeichnet werden:

  • Name, Anschrift, UID–Nummer des Abnehmers
  • Name, Anschrift des Beauftragten (wenn die Ware abgeholt wird)
  • handelsübliche Bezeichnung und Menge des gelieferten Gegenstands
  • Lieferdatum
  • vereinbartes Entgelt oder bei der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten das vereinnahmte Entgelt und den Tag der Vereinnahmung
  • Art und Umfang der Be- oder Verarbeitung vor der Beförderung oder Versendung
  • Beförderung und Versendung in andere EU-Mitgliedstaaten
  • Bestimmungsort

Die Bücher und Aufzeichnungen, die dem buchmäßigen Nachweis dienen, sind im Inland zu führen und aufzubewahren.

Download: Muster Innergemeinschaftliche Lieferung

7. Rechnungen bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen

Erbringen Sie Dienstleistungen, deren Leistungsort im Ausland gelegen ist, so ist diese Leistung grundsätzlich im Ausland der Umsatzsteuer zu unter­werfen. Die Aus­gangs­rechnung wäre grundsätzlich also auch mit ausländischer Um­satz­steuer aus­zu­stel­len, und diese Steuer ist an das ausländische Finanzamt abzuführen. Ist der Leis­tungsem­pfänger ein Unternehmer, geht diese Steuer in vielen Fällen auf den ausländischen Leis­tungs­empfänger über (Reverse Charge) und man erspart sich als Leis­tungs­erbringer da­mit die Steuer­erklärung im Ausland. Ausgangsrechnungen an Unternehmer sind in diesen Fällen daher ohne Umsatzsteuer auszustellen. Weisen Sie mit dem Text “Über­gang der Steuer­schuld” auf Ihrer Rechnung darauf hin und führen Sie beide UID-Nummern auf der Rech­nung an.

Die Rechnung muss nach den österreichischen Vorschriften ausgestellt werden (gilt nicht für Gutschriften und Kleinbetragsrechnungen).

Frist bei Rechnungsausstellung

Die Rechnung muss spätestens am 15. Tag des auf die Leistung folgenden Monats ausgestellt werden. Beispiel: Leistung wird im Juni 2015 erbracht. Die Rechnung muss bis 15. Juli 2015 ausgestellt werden.

Download: Muster Reverse Charge Rechnung

8. Voraus- und Anzahlungsrechnung, Endrechnung

Damit Ihre Kunden sich auch schon bei Anzahlungen die Vorsteuer vom Finanzamt holen können, müssen Sie die Umsatzsteuer auf einer Anzahlungsrechnung ebenfalls aus­wei­sen. Sonst gelten hier die üblichen Rechnungsmerkmale.

Auch für Vorauszahlungs- und Anzahlungsrechnungen gelten grundsätzlich die allgemeinen Rechnungsmerkmale (vgl. dazu Punkt 1 dieser Infoliste). Daneben sind folgende Besonderheiten zu berücksichtigen:

  • Als Zeitpunkt der Lieferung gilt der (vereinbarte) voraussichtliche Zeitpunkt oder Zeitraum. Für den Fall, dass der Zeitpunkt oder Zeitraum der Leistung noch nicht feststeht, genügt der Hinweis, dass diesbezüglich noch keine Vereinbarung getroffen wurde.
  • An die Stelle des Entgelts und des darauf entfallenden Steuerbetrages für die Leistung treten das vor der Ausführung der Leistung vereinnahmte oder angeforderte Entgelt (Teilentgelt) sowie der darauf entfallende Steuerbetrag.
  • Aus der vor Ausführung der Leistung erstellten Abrechnungsurkunde muss zweifelsfrei ersichtlich sein, dass damit über eine Voraus- oder Anzahlung abgerechnet wird. Daher empfiehlt sich eine entsprechende Bezeichnung der Abrechnung (z. B. Anzahlungsrechnung über die am… fällig werdende Abschlagszahlung) unter Angabe des Ausstellungsdatums sowie eine ergänzende und klarstellende Formulierung im Abrechnungstext der Vorauszahlungsrechnung (Hinweis auf den in der Zukunft liegenden Leistungszeitpunkt).

Wird über die bereits tatsächlich erbrachte Leistung insgesamt abgerechnet (Endrechnung), so sind in ihr die vor Ausführung der Leistung vereinnahmten Teilentgelte und die auf sie entfallenden Steuerbeträge abzusetzen, wenn über diese Teilentgelte Voraus- oder Anzahlungsrechnungen mit gesonderten Steuerausweis erteilt worden sind. Es genügt auch, wenn der Gesamtbetrag der vorausgezahlten Teilentgelte und die hierauf entfallenden Steuerbeträge in einer Summe abgesetzt werden.


Stand: 11. Jänner 2016

Reisekosten

Bei der Berechnung der Reisekosten sind die unterschiedlichen Tages-/Nächtigungssätze sowie Reisekostenersätze zu berücksichtigen.

ÖSTERREICH

Kilometergeld Pkw € 0,42
Kilometergeld Fahrrad/zu Fuß € 0,38
Motorfahrräder und Motorräder € 0,24
Mitfahrer € 0,05
Tagesgebühr € 26,40
Nächtigungsgebühr € 15,00

EUROPA

Land Tagesgebühr Nächtigungsgebühr
Albanien € 27,90 € 20,90
Belarus € 36,80 € 31,00
Belgien € 35,30 € 22,70
– Brüssel € 41,40 € 32,00
Bosnien – Herzegowina € 31,00 € 23,30
Bulgarien € 31,00 € 22,70
Dänemark € 41,40 € 41,40
Deutschland und österreichische Zollausschlussgebiete € 35,30 € 27,90
– Grenzorte € 30,70 € 18,10
Estland € 36,80 € 31,00
Finnland € 41,40 € 41,40
Frankreich € 32,70 € 24,00
– Paris und Straßburg € 35,80 € 32,70
Griechenland € 28,60 € 23,30
Großbritannien und Nordirland € 36,80 € 36,40
– London € 41,40 € 41,40
Irland € 36,80 € 33,10
Island € 37,90 € 31,40
Italien € 35,80 € 27,90
– Rom und Mailand € 40,60 € 36,40
– Grenzorte € 30,70 € 18,10
“Jugoslawien” € 31,00 € 23,30
Kroatien € 31,00 € 23,30
Lettland € 36,80 € 31,00
Liechtenstein € 30,70 € 18,10
Litauen € 36,80 € 31,00
Luxemburg € 35,30 € 22,70
Malta € 30,10 € 30,10
Moldau € 36,80 € 31,00
Niederlande € 35,30 € 27,90
Norwegen € 42,90 € 41,40
Österreich € 26,40 € 15,00
Polen € 32,70 € 25,10
Portugal € 27,90 € 22,70
Rumänien € 36,80 € 27,30
Russische Föderation € 36,80 € 31,00
– Moskau € 40,60 € 31,00
Schweden € 42,90 € 41,40
Schweiz € 36,80 € 32,70
– Grenzorte € 30,70 € 18,10
Slowakei € 27,90 € 15,90
– Pressburg € 31,00 € 24,40
Slowenien € 31,00 € 23,30
– Grenzorte € 27,90 € 15,90
Spanien € 34,20 € 30,50
Tschechien € 31,00 € 24,40
– Grenzorte € 27,90 € 15,90
Türkei € 31,00 € 36,40
Ukraine € 36,80 € 31,00
Ungarn € 26,60 € 26,60
– Budapest € 31,00 € 26,60
– Grenzorte € 26,60 € 18,10
Zypern € 28,60 € 30,50

Afrika

Land Tagesgebühr Nächtigungsgebühr
Ägypten € 37,90 € 41,40
Algerien € 41,40 € 27,00
Angola € 43,60 € 41,40
Äthiopien € 37,90 € 41,40
Benin € 36,20 € 26,60
Burkina Faso € 39,20 € 21,10
Burundi € 37,90 € 37,90
Côte d`lvoire € 39,20 € 32,00
Demokrat. Republik Kongo € 47,30 € 33,10
Dschibuti € 45,80 € 47,30
Gabun € 45,80 € 39,90
Gambia € 43,60 € 30,10
Ghana € 43,60 € 30,10
Guinea € 43,60 € 30,10
Kamerun € 45,80 € 25,30
Kap Verde € 27,90 € 19,60
Kenia € 34,90 € 32,00
Liberia € 39,20 € 41,40
Libyen € 43,60 € 36,40
Madagaskar € 36,40 € 36,40
Malawi € 32,70 € 32,70
Mali € 39,20 € 31,20
Marokko € 32,70 € 21,80
Mauretanien € 33,80 € 31,20
Mauritius € 36,40 € 36,40
Mosambik € 43,60 € 41,40
Namibia € 34,90 € 34,00
Niger € 39,20 € 21,10
Nigeria € 39,20 € 34,20
Republik Kongo € 39,20 € 26,80
Ruanda € 37,90 € 37,90
Sambia € 37,10 € 34,00
Senegal € 49,30 € 31,20
Seychellen € 36,40 € 36,40
Sierra Leone € 43,60 € 34,20
Simbabwe € 37,10 € 34,00
Somalia € 32,70 € 29,00
Südafrika € 34,90 € 34,00
Sudan € 43,60 € 41,40
Tansania € 43,60 € 32,00
Togo € 36,20 € 26,60
Tschad € 36,20 € 26,60
Tunesien € 36,20 € 29,20
Uganda € 41,40 € 32,00
Zentralafrikanische Republik € 39,20 € 29,00

Amerika

Land Tagesgebühr Nächtigungsgebühr
Argentinien € 33,10 € 47,30
Bahamas € 48,00 € 30,50
Barbados € 51,00 € 43,60
Bolivien € 26,60 € 25,10
Brasilien € 33,10 € 36,40
Chile € 37,50 € 36,40
Costa Rica € 31,80 € 31,80
Dominikanische Republik € 39,20 € 43,60
Ecuador € 26,60 € 21,60
El Salvador € 31,80 € 26,20
Guatemala € 31,80 € 31,80
Guyana € 39,20 € 34,20
Haiti € 39,20 € 27,70
Honduras € 31,80 € 27,00
Jamaika € 47,10 € 47,10
Kanada € 41,00 € 34,20
Kolumbien € 33,10 € 35,10
Kuba € 54,10 € 27,70
Mexiko € 41,00 € 36,40
Nicaragua € 31,80 € 36,40
Niederländische Antillen € 43,60 € 27,70
Panama € 43,60 € 36,40
Paraguay € 33,10 € 25,10
Peru € 33,10 € 25,10
Suriname € 39,20 € 25,10
Trinidad und Tobago € 51,00 € 43,60
Uruguay € 33,10 € 25,10
USA € 52,30 € 42,90
– New York und Washington € 65,40 € 51,00
Venezuela € 39,20 € 35,10

Asien

Land Tagesgebühr Nächtigungsgebühr
Afghanistan € 31,80 € 27,70
Armenien € 36,80 € 31,00
Aserbaidschan € 36,80 € 31,00
Bahrain € 54,10 € 37,50
Bangladesch € 31,80 € 34,20
Brunei € 33,10 € 42,10
China € 35,10 € 30,50
Georgien € 36,80 € 31,00
Hongkong € 46,40 € 37,90
Indien € 31,80 € 39,90
Indonesien € 39,20 € 32,00
Irak € 54,10 € 36,40
Iran € 37,10 € 29,00
Israel € 37,10 € 32,50
Japan € 65,60 € 42,90
Jemen € 54,10 € 37,50
Jordanien € 37,10 € 32,50
Kambodscha € 31,40 € 31,40
Kasachstan € 36,80 € 31,00
Katar € 54,10 € 37,50
Kirgisistan € 36,80 € 31,00
Korea, Demokratische Volksrepublik € 32,50 € 32,50
Korea, Republik € 45,30 € 32,50
Kuwait € 54,10 € 37,50
Laos € 31,40 € 31,40
Libanon € 31,80 € 35,10
Malaysia € 43,60 € 45,10
Mongolei € 29,40 € 29,40
Myanmar € 29,40 € 29,40
Nepal € 31,80 € 34,20
Oman € 54,10 € 37,50
Pakistan € 27,70 € 25,10
Philippinen € 32,50 € 32,50
Saudi-Arabien € 54,10 € 37,50
Singapur € 43,60 € 44,70
Sri Lanka € 31,80 € 32,70
Syrien € 32,70 € 29,00
Tadschikistan € 36,80 € 31,00
Taiwan € 39,20 € 37,50
Thailand € 39,20 € 42,10
Turkmenistan € 36,80 € 31,00
Usbekistan € 36,80 € 31,00
Vereinigte Arabische Emirate € 54,10 € 37,50
Vietnam € 31,40 € 31,40

Australien

Land Tagesgebühr Nächtigungsgebühr
Australien € 47,30 € 39,90
Neuseeland € 32,50 € 36,40

Stand: 11. Jänner 2016

Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Sozialversicherungs – Beitragswerte

ASVG

ASVG 2016 2015 2014
Geringfügigkeitsgrenze täglich € 31,92 € 31,17 € 30,35
Geringfügigkeitsgrenze monatlich € 415,72 € 405,98 € 395,31
Grenze für die DG Abgabe bei geringfügig Beschäftigten € 623,58 € 608,97 € 592,97
Höchstbeitragsgrundlage monatlich laufend € 4.860,00 € 4.650,00 €4.530,00
Höchstbeitragsgrundlage Sonderzahlung (2 Mal) € 9.720,00 € 9.300,00 € 9.060,00
Höchstbeitragsgrundlage jährlich € 68.040,00 € 65.100,00 € 63.420,00

Angestellte über der Geringfügigkeitsgrenze

DIENSTNEHMER-BEITRAG

ASVG 2016 2015 2014
SV-Dienstnehmer laufend 18,12 % 18,07 % 18,07 %
SV-Dienstnehmer Sonderzahlung 17,12 % 17,07 % 17,07 %

DIENSTGEBER-BEITRAG

ASVG 2016 2015 2014
SV-Dienstgeber laufend 21,48 % 21,63 % 21,73 %
SV-Dienstgeber Sonderzahlung 20,98 % 21,13 % 21,23 %
BVK-Beitrag 1,53 % 1,53 % 1,53 %

Arbeiter über der Geringfügigkeitsgrenze

DIENSTNEHMER-BEITRAG

ASVG 2016 2015 2014
SV- Dienstnehmer laufend 18,12 % 18,20 % 18,20 %
SV-Dienstnehmer Sonderzahlung 17,12 % 17,20 % 17,20 %

DIENSTGEBER-BEITRAG

ASVG 2016 2015 2014
SV-Dienstgeber laufend 21,48 % 21,50 % 21,60 %
SV-Dienstgeber Sonderzahlung 20,98 % 21,00 % 21,10 %
BVK-Beitrag 1,53 % 1,53 % 1,53 %

Freie Dienstnehmer über der Geringfügigkeitsgrenze

ASVG 2016 2015 2014
Dienstnehmer-Beitrag 17,62 % 17,62 % 17,62 %
Dienstgeber-Beitrag 20,98 % 21,08 % 21,18 %
BVK-Beitrag 1,53 % 1,53 % 1,53 %

Angestellte + Arbeiter, freie Dienstnehmer unter der Geringfügigkeitsgrenze

DIENSTNEHMER-BEITRAG

ASVG 2016 2015 2014
SV-Dienstnehmer laufend, Sonderzahlungen 0,00 % 0,00 % 0,00 %
freiwillige Selbstversicherung (KV,PV) € 58,68 (voraussichtlicher Wert) € 57,30 € 55,79

DIENSTGEBER-BEITRAG

ASVG 2016 2015 2014
SV-Dienstgeber laufend (UV) 1,30 % 1,30 % 1,30 %
Dienstgeberabgabe laufend, Sonderzahlungen 16,40 % 16,40 % 16,40 %
BVK-Beitrag 1,53 % 1,53 % 1,53 %

GSVG

FÜR WIRTSCHAFTSKAMMERMITGLIEDER

Beitrag Krankenversicherung Beitrag Pensionsversicherung
1. bis 3. Jahr der Erwerbstätigkeit 7,65 % MBGrl 415,72 €/M 4.988,64 €/J 18,50% MBGrl 723,52 €/M 8.682,24 €/J
ab 4. Jahr der Erwerbstätigkeit 7,65 % MBGrl 415,72 €/M 4.988,64 €/J 18,50% MBGrl 723,52 €/M 8.682,24 €/J
HBGL 7,65 % 5.670,00 €/M 68.040,00 €/J 18,50% 5.670,00 €/M 68.040,00 €/J

Beitrag zu Selbständigenvorsorge: 1,53 %

Unfallversicherung € 109,32/Jahr bzw. € 9,11/Monat

KRANKENVERSICHERUNG:

  • im 1. und 2. Jahr der Erwerbstätigkeit fixe Bemessungsgrundlage (BMGrl) ohne Nachbemessung, wenn in letzten 120 Kalendermonaten keine GSVG Pflichtversicherung (PflV)
  • im 3. Jahr der Erwerbstätigkeit reduzierte MBGrl, wenn erstmalige GSVG PflV ab 1999

PENSIONSVERSICHERUNG:

Bei erstmaliger GSVG PflV.: reduzierte MBGrl in den ersten 3 Jahren der Erwerbstätigkeit, aber Nachbemessung nach ESt Bescheid.

FREIBERUFLICH SELBSTSTÄNDIGE

(A)=ASVG, (G)=GSVG, (F)=FSVG

PV in % KV in % UV in EUR
WT 18,50 (G) opt.out1) 9,11 /M
Künstler 18,50 (G) 7,65 (G) 9,11 /M
Journalisten 18,50 (G) 7,65 (G) 9,11 /M
Tierärzte 18,50 (G) opt.out1) 9,11 /M
Dentisten 18,50 (G) 7,65 (G) 9,11 /M
Wohnsitz(tier)ärzte 18,50 (G) opt.out1) 9,11 /M
Ärzte 20,00 (F) opt.out2) 9,11 /M
Patentanwälte 20,00 (F) opt.out1) 9,11 /M
Apotheker 20,00 (F) opt.out1) 9,11 /M
Vorstände 22,80 (A) 7,65 (A) 1,30%
Rechtsanwälte Kammer opt.out1)
Ziviltechniker 20,00 (F) opt.out1)
Notare Kammer opt.out1)

1) Opting out: keine Pflichtversicherung aufgrund freiberuflicher Tätigkeit, Wahlrecht zwischen Gruppenversicherung, Selbstversicherung nach ASVG (7,40 % v. Höchstbeitragsgrundlage + 1/6) oder Selbstversicherung nach GSVG (7,65 % v. Höchstbeitragsgrundlage);

2) Gruppenversicherung verpflichtend, zusätzlich Selbstversicherung ASVG oder GSVG möglich;


Stand: 16. Februar 2016

Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Steuertermine

Monat Umsatzsteuer * L, DB, DZ GKK Stadtkasse/ Gemeinde
Jänner 15. März 15. Februar 15. Februar 15. Februar
Februar 15. April 15. März 15. März 15. März
März 15. Mai 15. April 15. April 15. April
April 15. Juni 15. Mai 15. Mai 15. Mai
Mai 15. Juli 15. Juni 15. Juni 15. Juni
Juni 15. August 15. Juli 15. Juli 15. Juli
Juli 15. September 15. August 15. August 15. August
August 15. Oktober 15. September 15. September 15. September
September 15. November 15. Oktober 15. Oktober 15. Oktober
Oktober 15. Dezember 15. November 15. November 15. November
November 15. Jänner 15. Dezember 15. Dezember 15. Dezember
Dezember 15. Februar 15. Jänner 15. Jänner 15. Jänner

* Zusammenfassende Meldungen sind bis zum Monatsletzten des Folgemonats abzugeben bzw. elektronisch zu übermitteln.

Quartalsweise Abgaben

Einkommensteuervorauszahlung 15. Februar 15. Mai 15. August 15. November
Körperschaftsteuervorauszahlung 15. Februar 15. Mai 15. August 15. November
Umsatzsteuervorauszahlung (bei einem Vorjahresumsatz von Euro 30.000 – Euro 100.000) 15. Februar 15. Mai 15. August 15. November

Abgabetermin – Steuererklärung beim Finanzamt

Anmerkung: Es gelten längere Fristen, wenn Sie durch einen STB vertreten werden!

Steuerart Abgabeform Frist
Einkommen-, Umsatz-, Körperschaftsteuer- und Feststellungserklärung auf Papier 30.4. des Folgejahres
Einkommen-, Umsatz-, Körperschaftsteuer- und Feststellungserklärung FinanzOnline 30.6. des Folgejahres
Arbeitnehmerveranlagung Pflichtveranlagung 30.9. des Folgejahres
Arbeitnehmerveranlagung Antrag 5 Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, für das der Antrag eingebracht wird
Werbeabgabe auf Papier 31.3. des Folgejahres
Kfz Steuer auf Papier 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November

Abgabetermin – Lohnverrechnung

Steuerart Abgabeform Frist
Lohnzettel auf Papier 31.1. des Folgejahres
Lohnzettel FinanzOnline 28.2. des Folgejahres
Beitragsgrundlagennachweis DFÜ oder ELDA 28.2. des Folgejahres
Kommunalsteuer- /DGA-Erklärung FinanzOnline, auf Papier 31.3. des Folgejahres
Schwerarbeitsmeldung ELDA 28.2. des Folgejahres

Ist der letzte Tag der Frist ein Samstag, Sonntag, gesetzlicher Feiertag, Karfreitag oder 24. Dezember, so gilt als Fälligkeitstag der nächste Tag, der nicht einer der vorgenannten Tage ist.


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